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Der Apostolische Brief zum Beginn 
des neuen Jahrtausends.

"Novo Millennio Ineunte"  - Zum Begin des neuen Jahrtausends -
Wichtige Passagen in der Übersetzung des Vatikans: 

Rom: Papst Johannes Paul der II. veröffentlichte ein Apostolisches Schreiben. 

"Jetzt müssen wir nach vorn blicken, hinausfahren auf den See, getreu dem Wort Christi: Duc in altum! Was wir in diesem Jahr getan haben, darf nicht als Rechtfertigung für ein Gefühl der Selbstzufriedenheit dienen. Noch weniger darf es uns dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen. Im Gegenteil: Die Erfahrungen, die wir machen durften, sollen in uns einen neuen Dynamismus wecken, indem sie uns dazu anspornen, den erlebten Enthusiasmus in konkrete Initiativeneinzubringen." "Tief ergriffen war ich, als ich an der Klagemauer betete und die Gedenkstätte Jad Vaschem besuchte. Eine grauenvolle Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialistischen Vernichtungslager. 
Jene Pilgerfahrt war ein Augenblick der Brüderlichkeit und des Friedens, den ich als eine der schönsten Gaben des Jubeljahres bewahren möchte. Wenn ich an die Atmosphäre zurückdenke, die ich in jenen Jahren erlebte, kann ich nicht umhin, den aufrichtigen Wunsch auszusprechen für eine baldige und gerechte Lösung der immer noch offenen Probleme an jenen Heiligen Stätten, die den Juden, den Christen als Jüngern Jesu und dem Islam gleichermaßen teuer sind."
"Ich fordere daher die Bischöfe der Teilkirchen nachdrücklich auf, mit Unterstützung durch die Beteiligung der verschiedenen Mitglieder des Gottesvolkes voll Vertrauen die Etappen des künftigen Weges zu umreißen, indem sie die Entscheidung jeder einzelnen Diözesengemeinschaft mit denen der benachbarten Kirchen und der Universalkirche in Einklang bringen.
... Natürlich müssen die Verbände und Bewegungen sowohl in der Universalkirche als auch in der Teilkirche in vollem Einklang mit der Kirche und im Gehorsam gegenüber den authentischen Weisungen der Bischöfe arbeiten.""Gewiss muss man sich mit vollem Eifer... für die Förderung der Priester und Ordensberufe einsetzen. Darin liegt ein Problem, das für das Leben in allen Teilen der Welt von hoher Tragweite ist. In bestimmten Ländern, die schon seit alten Zeiten das Evangelium empfangen hatten, ist es geradezu dramatisch geworden. Das liegt an den veränderten gesellschaftlichen Umfeld und an der religiösen Austrocknung, die vom Kommunismus und vom Säkularismus herrührt."
"Unsere Welt beginnt das neue Jahrtausend mit einer Last. Sie ist beladen mit den Wiedersprüchen eines wirtschaftlichen, kulturellen und technologischen Wachstums, das einigen wenigen Begünstigten große Möglichkeiten bietet, während es Millionen und Abermillionen Menschen vom Fortschritt ausgrenzt...  
Kann es tatsächlich möglich sein, dass es in unserer Zeit noch Menschen gibt, die an Hunger sterben?
Die dazu verurteilt sind, Analphabeten zu bleiben? Denen es an der medizinischen Grundversorgung fehlt?
Die kein Haus, keine schützende Bleibe haben?"
"Ich beziehe mich auf die Verpflichtung, sich für die Achtung des Lebens eines jeden Menschen von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Hinscheiden einzusetzen.
In gleicher Weise erlegt uns der Dienst am Menschen auf ..., dass alle, die von der neuen Möglichkeit der Wissenschaft, besonders auf den Gebiet der Biotechnologien, Gebrauch machen, niemals die grundlegenden Forderungen der Ethik missachten dürfen, selbst wenn dies unter Berufung auf eine fragliche Solidarität geschehen sollte, die in Geringschätzung der jedem Menschen eigenen Würde letztlich zwischen Leben und Leben unterscheidet."
"Der Ökumenische Dialog muss weitergehen. in der Situation eines immer ausgeprägten kulturellen und religiösen Pluralismus, wie man in der Gesellschaft des neuen Jahrtausends voraussehen kann, ist dieser Dialog auch wichtig, um eine sichere Voraussetzung für den Frieden zu Schaffen und das düstere Gespenst der Religionskriege zu vertreiben, die viele Epochen der Menschengeschichte mit Blut überzogen haben."

Papst Johannes Paul II