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 ORGEL
       ST.PETRI HISTORY
 ST.PETRI CHRONIK
 KIRCHENEINTRITT
 

 

1. In ecclesia trybethowe. Die Anfänge
2. Die Entstehung der St.Petri Kirche
3. Der Turm und die Glocken
4. Das 19. Jahrhundert und die Orgel
5. Der Altar und das Chorgestühl
6. In ecclesia trybethowe. Heute

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3. Der Turm und die Glocken

Lediglich der Turm hat heute nicht mehr seine ursprüngliche Form. Wind und Wetter führten zweimal dazu, dass die Spitze beziehungsweise der Helm heruntergeweht wurde oder der Blitz einschlug. Ursprünglich war der Turm über 90 m hoch und hatte einen spitzen Helm in der Mitte sowie vier kleine Türmchen auf den Ecken. Diese Gestalt und Höhe passten wesentlich besser zu der in die Höhe strebenden gotischen Bauweise. Im 18. Jahrhundert blies ein starker Wind den damals schon nicht mehr originalen Helm herunter, so dass er auch das Dach beschädigte. Über einige Jahre blieb der Turm offen, Wind und Regen setzten den Glocken wie dem Glockengestühl ungehindert zu, bis im Jahre 1770 der jetzige Helm aufgesetzt wurde. Heute hat der Turm eine Höhe von 65 m. Von der oberen Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Blick über das Tollensetal. Die drei Glocken sind die Stimme der Kirche, ihr Ruf hat im gesamten norddeutschen Raum einen einzigartigen Klang.

Die größte Glocke ist gleichzeitig die älteste: Sie stammt aus der Werkstatt Rickert de Monkehagen; wurde im Jahre 1431 gegossen und hat ein Gewicht von etwas mehr als 4 Tonnen. Die mittlere Glocke wiegt 2,5 Tonnen und wurde im Jahre 1455 ebenfalls von de Monkehagen gegossen. Dass diese beiden wertvollen Glocken nicht dem Kriegswahn unseres Jahrhunderts zum Opfer fielen, verdanken wir einzig und allein ihrer Größe. Sie waren so ohne weiteres nicht vom Turm zu holen. Die kleine sogenannte Tagesglocke ist ein Neuguss der ursprünglichen de Monkehagen-Glocke; sie musste aufgrund eines Risses eingeschmolzen und neu gegossen werden. Ihr Gewicht beträgt 816 kg.