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       ST.PETRI HISTORY
 ST.PETRI CHRONIK
 KIRCHENEINTRITT
 

 

1. In ecclesia trybethowe. Die Anfänge
2. Die Entstehung der St.Petri  Kirche
3. Der Turm und die Glocken
4. Das 19. Jahrhundert und die Orgel
5. Der Altar und das Chorgestühl
6. In ecclesia trybethowe. Heute

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2. Die Entstehung der St. Petri - Kirche

Die St. Petri - Kirche in ihrer gotischen Backsteinbauweise, wie wir sie heute sehen, entstand im 13., 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts. In der Zeit davor (12./Anfang 13. Jahrhundert) stand an ihrer Stelle ein einfacherer Bau vermutlich aus Holz, jedoch auf einem sehr soliden Feldsteinfundament. Noch heute stößt man bei Grabungen auf dem Kirchplatz auf ungezählte Feldsteine verschiedener Größe. In früheren Zeiten hieß der Ort, wo die Kirche steht, Burgberg. Diese Bezeichnung wie die vielen Steine legen nahe, dass schon die „Vorgängerkirche" auf den Resten einer Burg errichtet wurde. Im Zuge der Völkerwanderung besiedelten die Slawen weite Teile unseres Landes; sie werden sich hier eine Burg gebaut haben.

 Als ein reges Handelsstädtchen blühte Treptow im Mittelalter auf. Die „Vorgängerkirche" wurde abgerissen und mit dem Backsteinbau - wie in anderen Städten der damaligen Zeit - begonnen. Die Ausmaße der Kirche im 13. /14. Jahrhundert waren zunächst noch nicht so groß, wie deren heutige. Sowohl an der Außenhaut wie im Inneren der Kirche lassen sich ihre ursprünglichen Maße gut erkennen. Die Ostwand befand sich auf der Höhe, wo heute die Kanzel ist, dass heißt den gesamten Altarraum gab es zunächst noch nicht. Die Säule, an der die Kanzel sich befindet und die Säule der Kanzel gegenüber sind breiter als alle anderen - hier wurde angebaut. Das Gewölbe im Kirchenschiff ist ein Kreuzrippengewölbe, das über dem Altarraum ein Sternrippengewölbe - auch hier der Absatz deutlich sichtbar. Der Gemeinde ging es im 14./15. Jahrhundert wirtschaftlich so gut, dass sie sich eine Erweiterung der Kirche leisten konnte. In den Annalen der Kirchengeschichte ist der Raub der vasa sacra (der Abendmahlsgeräte) durch den Herzog von Pommern im Jahre 1355 überliefert. Kostbare Kelche und Hostiendosen waren ein Indiz für den Wohlstand einer Gemeinde. Natürlich wurde eine Kirche zur Ehre Gottes errichtet, und das konnte nicht groß und herrlich genug sein, aber ein solcher Bau diente auch immer der eigenen Reputation. So wurde neben dem Altarraum Anfang des 15. Jahrhunderts auch der Kaufmannschor - an der Südseite des Altarumgangs - angebaut. Dieser Seitenchor ist nur über eine kleine Wendeltreppe von außen zu erreichen. Er diente den Kaufleuten dazu, am Gottesdienst teilzunehmen, ohne dabei die Gemeinde zu stören. Kamen die Kaufleute doch nicht selten etwas zu spät, brachen vorzeitig wieder auf, um Geschäfte zu machen, kurz um: Es entstand häufig Unruhe. Für sie entstand schließlich dieser Chor, und sie konnten kommen und gehen, wie sie wollten. In dieser Gestalt ist die Kirche erhalten geblieben bis in unsere Tage. Das ist keine Selbstverständlichkeit und deshalb Grund zur Dankbarkeit, denn nicht selten wurden im Laufe der Geschichte Kirchen zweckentfremdet, so diente manche zum Beispiel im 30-jährigen Krieg als Kaserne und Pferdestall.