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In ecclesia trybethowe. Die Anfänge
„...
in ecclesia trybethowe ..." Dieser Eintrag in der Überlieferung
ist der älteste Hinweis auf die Existenz einer christlichen
Gemeinde in unserer Geschichte.
Der
Pommernfürst Kasimir I. unterzeichnete am 13. November 1175 eine
Schenkungsurkunde „ in der (christlichen) Gemeinde zu Treptow".
Zeugnisse aus dieser
Anfangszeit des Christentums bei uns sind heute kaum noch vorhanden.
Einzig erhalten geblieben ist der alte Taufstein aus Granit, der sich
in einer Seitenkapelle der heutigen St. Petri - Kirche befindet und
der auf den Anfang des 13. Jahrhunderts datiert wird. Seiner
Entstehung und seinem Gebrauch voraus ging die Mission durch den
damaligen
Bischof Otto von Bamberg
(abgebildet neben P. Gerhardt,
Luther, Bugenhagen und Melanchthon an der Kanzel).
Im Jahre 1128 bereits
taufte er im Ergebnis seiner Missionsarbeit den Pommernfürsten
Wartislaw I. auf dessen Schloss nahe der Stadt Usedom auf der
gleichnamigen Insel. Neben diesem wurden auch Ratsherren der
verschiedenen Gemeinden getauft, darunter auch welche aus Treptow.
Heute erinnert an diesen Anfang des chritlichen Lebens in Pommern eine
Stele, die an der Stelle errichtet wurde, wo das Schloss Wartislaws
stand. Wartislaw selbst musste mit seinem Leben für sein Bekenntnis
zum Christentum bezahlen, er wurde nahe Anklam meuchlings ermordet.
Der
Taufstein
erinnert in seiner Gestalt an die Form des Römers und
stellt damit einen beabsichtigten Zusammenhang zum Abendmahl her.
„Christi Blut für uns vergossen", so meinte das Untertauchen
im Wasser bei der Taufe ein Mitsterben mit Christus, das Auftauchen
aus dem Wasser das Mit-Auferstehen eines neuen Menschen. Klassischer
biblischer Text dafür ist Römer 6.
Der Taufstein hatte
seinen ursprünglichen Ort im Eingangsbereich der Kirche. Mit der
Taufe begann das neue Leben eines Christenmenschen und nur ein
Getaufter sollte Eingang in die Kirche finden, deshalb der Taufstein
an dieser Stelle. Mit Neubau und Umbau der Kirche hat sich dessen
Platz immer mal wieder geändert, zwischenzeitlich diente er gar als
Blumenschale in einem Garten. Seinen jetzigen Platz in der
Seitenkapelle fand er nach dem Krieg. Heute werden keine Taufen mehr
in ihm vorgenommen, der Marmortaufstein im Altarraum aus dem letzten
Jahrhundert hat ihn abgelöst.